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Zwergmehlbeere

(Aria chamaemespilus)

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0,6 — 1,5 m indigen LC
Habitus
Synonyme: Aronia chamaemespilus, Crataegus chamaemespilus, Pyrus chamaemespilus, Sorbus chamaemespilus, Zwergmispel. Nanophanerophyt, sa. Die nur kurz gestielten Laubblättter sind ungeteilt, die Laubblattspreite ist derb, fast ledrig und einfach gesägt. Die Kronblätter sind rosa bis rot und stehen aufrecht. Die reifen Früchte sind rot. Die Pflanze wächst gerne zwischen Grünerlen-, Latschen- und Alpenrosengebüschen (Lit). Die Art kommt nur im alpinen Naturraum aller österreichischen Bundesländer außer Wien und Burgenland zerstreut vor (Lit). Weltweite Verbreitung und Gefährdung siehe Royal Botanic Gardens KEW.
 
Blätter
Die Laubblätter sind scharf gesägt, ledrig derb, mit 6-8 Seitennervenpaaren.
 
Früchte
Die eiförmigen Früchte tragen wenige Haare und werden zur Reife rot. Aufnahmen: 28.08.2008 gemeinsam mit Heidelbeeren im Latschengebüsch von der Hutterer Höss (Höss-Rundwanderung, Skigebiet), auf dem Weg zum Schrocken
 
Sorbus chamaemespilus
Aufnahme: 01.09.2011 Katrin

Wikipedia

Aus der Flora von Oberösterreich 1885

"1427. S. Chamaemespilus Crantz. (Pyrus Ch. Ehrh. Zwerg-E. — Zwergmispel.)
Strauch 3—6' hoch, mit rothbraunen, glatten, wehrlosen Aesten. Blätter eilänglich oder elliptisch, doppelt oder eingeschnittengesägt, beiderseits kahl, dunkelgrün oder unterseits sammt den kurzen Blattstielen, den Blüthenstielen und Kelchen grauwollig bis weissfilzig. Blüthen in kopfförmig - gedrungenen DoIdentrauben. Kronblätter klein, anfangs purpurroth, zuletzt verbleichend, aufrecht, öfter fehlschlagend. Früchte kugelig oder ellipsoidisch, scharlachroth, ungeniessbar.
Juni — Juli


Aendert ab:

  • α glabra Neilr. (Mespilus Chamaemespilus L. sp. — Crataegus Ch. Jacq. — Sorbus Ch. Crantz. — Aria Ch. Host. — Pyrus Ch. Host.) Blätter beiderseits glänzendkahl.
  • β lanuginosa (Sorb. Chamaemespilus Crantz. — Pyrus alpina Schmidt, — Aria Hostii Jacq.) Blätter oberseits kahl, dunkelgrün, unterseits dünnwollig, im Alter verkahlend, blasser.

Die unterseits weissfilzige Blattform (Pyrus sudetica Tausch.) kommt im Gebiete nicht vor.

Auf felsigen Jochen der Kalkalpen in der Krummholzregion, z. B. am Almkogl bei Weyer, am hohen Nock, auf dem Damberg im Vorderstoder (Oberleitner), am Wege von der Polsterlucken zur Polsteralm im Hinterstoder (Saxinger). Auf dem Kaibling nächst der Gradalpe bei Michldorf, am Pyrgas, auf der Stubwiesalm bei Windischgarsten (Oberleitner). Am Dachsteingebirge (Kerner). Am Kranabittsattel (Schiedermayr). Am Schafberge bei Mondsee. Nicht gemein und fast durchgehends in der völlig kahlen Form."

Aus: Duftschmid, J.: Die Flora von Oberösterreich, IV. Band (Seite 187), Linz 1885, Verlag Ebenhöchsche Buchhandlung.
Zum Ortsverzeichnis einiger der bei Duftschmid angegebenen Standorte

 

 Letzte Bearbeitung 09.09.2026

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